ThyssenKrupp: sus empleados protestan contra la entrada de un inversor checo | regional

Essen – [–>Sie fühlen sich übergangen und schlecht informiert. Aufschrei und Widerstand der Stahlarbeiter in Essen waren am Donnerstag daher unüberhörbar. Etwa 4500 Mitarbeiter von Thyssenkrupp demonstrierten gegen den Einstieg des tschechischen Investors Daniel Kretinsky (48), der 20 Prozent an Thyssenkrupp Steel übernimmt. Der Aufsichtsrat stimmte der Beteiligung zu.

Die Entscheidung wurde mit dem Zweitstimmrecht des Aufsichtsratsvorsitzenden gegen die Stimmen der Arbeitnehmervertreter getroffen, erklärte Thyssenkrupp in einer Mitteilung. Über den Einstieg hatte der Vorstand Ende April eine grundsätzliche Einigung mit der Investor-Firma EPCG von Kretinsky erzielt.

Brisant: Der EPCG-Anteil soll in Zukunft um weitere 30 auf insgesamt 50 Prozent gesteigert und die Stahlsparte dabei verselbstständigt werden.

Investor Daniel Kretinsky (48) ist laut „Forbes“ der drittreichste Tscheche

Foto: AFP

Streichung von Tausenden Arbeitsplätzen befürchtet

Die Beschäftigten von Thyssenkrupp Steel sind skeptisch dem gegenüber, was der Milliardär vorhat und fordern mehr Mitsprache bei wichtigen Unternehmensentscheidungen. Tekin Nasikkol, Gesamtbetriebsrat der Thyssenkrupp-Stahlsparte: „Gegen Milliardäre haben wir nichts, solange er Geld in den Stahl investiert, aber das muss er uns erst noch beweisen.“

Auch die Gewerkschaft IG Metall hatte kritisiert, bislang zu wenig über den geplanten Einstieg von EPCG zu wissen. Die durch den Verkauf entstehenden Risiken seien völlig ungeklärt, erklärte der Zweite Vorsitzende der IG Metall, Jürgen Kerner. „Der Stahlvorstand arbeitet gerade an einem Restrukturierungskonzept, dem wahrscheinlich Tausende Arbeitsplätze zum Opfer fallen sollen.“

Die Stahlkocher haben Angst vor der unsicheren beruflichen Zukunft

Die Stahlkocher haben Angst vor der unsicheren beruflichen Zukunft

Foto: Jana Rodenbusch/REUTERS

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Von Unternehmensseite heißt es hingegen: „Die strategische Partnerschaft mit EPCG ist ein bedeutender Schritt zur Sicherung einer (…) kosteneffizienten (…) Stahlproduktion von Thyssenkrupp Steel – und damit auch ein wesentlicher Beitrag zur Sicherung der Stahlindustrie in Deutschland.“

Die Thyssenkrupp-Stahlsparte ist Deutschlands größtes Stahlunternehmen mit rund 27 000 Beschäftigten, davon allein 13 000 in Duisburg.

Es herrsche wilder Aktionismus, um den Stahlbereich in die Eigenständigkeit zu schicken, kritisiert die IG Metall. „Das wird auf unseren erbitterten Widerstand stoßen.“

Es herrsche wilder Aktionismus, um den Stahlbereich in die Eigenständigkeit zu schicken, kritisiert die IG Metall. „Das wird auf unseren erbitterten Widerstand stoßen.“

Foto: Jana Rodenbusch/REUTERS

Investor Kretinsky ist drittreichster Tscheche

Investor Kretinsky eilt der Ruf eines Tausendsassas voraus. Er ist an diversen Firmen in ganz Europa beteiligt. Dabei ist er bei der Sparte nicht wählerisch, hält Anteile an Energieunternehmen, Medien, Einzelhandel und Sportclubs. Laut „Forbes“ ist er mit einem aktuellen Vermögen von rund 8,8 Milliarden Euro der drittreichste Tscheche.

Nach eigener Aussage investiert Kretinsky in unterbewertete Unternehmen, holt raus, was rauszuholen ist. Bleibt abzuwarten, was das für Thyssenkrupp Steel und seine Beschäftigten bedeuten wird.

Bei der Rede von Konzernchef Miguel López gab es viele Zwischenrufe der Stahlarbeiter

Bei der Rede von Konzernchef Miguel López gab es viele Zwischenrufe der Stahlarbeiter

Foto: INA FASSBENDER/AFP

Konzernchef Miguel López versprach am Donnerstag, dass es „auch weiterhin keine betriebsbedingten Kündigungen» geben werde. Ziel sei es, sozial verträgliche Lösungen zu schaffen.

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